Harmonische Verdauung

Eine harmonische Verdauung z. B. ist jedoch die Grundvoraussetzung für die optimale Verwertung des Futters. Eine wahllose Zufütterung von Kräutern oder gar die Übertragung von Kräutern, die Menschen „gut tun“, ist jedoch zu vermeiden, da sich die Erfahrungen aus der Humanmedizin nicht auf Pferde übertragen lassen. Ebenso sollte der Einsatz von ausländischen Kräutern vermieden werden, da diese sehr schwer mit Pestiziden belastet sein können und in solchen Proben sogar deutlich erhöhte Werte für Blei, Arsen etc. gefunden wurden. Solche Kräuter schaden mehr als sie nutzen. Der Verdauungstrakt von Pferden zerlegt die Inhaltsstoffe der Nahrung völlig anders als z. B. der menschliche Darm. Daraus erklärt sich aus, warum Kräuter, die dem Menschen zuträglich sind, für Pferde schädlich, ja sogar giftig sein können. Auch wenn die vorherrschende Meinung davon ausgeht, dass „Kräutermedizin“ in jedem Fall „sanfte Medizin ganz ohne Nebenwirkungen“ ist, trifft dies nicht zu, z. B. wird jedem einleuchten, dass der hochgiftige Sumpfschachtelhalm wohl keine sanfte Alternative darstellt, da dessen Verzehr durchaus tödlich wirken kann.

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