Was kann ich bedenkenlos geben
Besonders bewährt haben sich bei Pferden getrocknete Kräutermischungen. Diese können entweder trocken zum Futter oder überbrüht als Tee verabreicht werden. Immer mehr anerkannte Studien verweisen auf die Wirksamkeit der Kräuterverabreichung. Ende der 90-Jahre wurde in Süd-Europa eine Studie mit der ja doch recht bekannten „Teufelskralle“ durchgeführt. Diese Studie erbrachte damals den Beweis, dass die Teufelskralle der chemischen Substanz Phenylbutazon, das u. a. in den Medikamenten Equipalazone, Hippopalazone, Metacam enthalten ist, überlegen ist. In dieser Studie wurde die Wirkung auf die Gelenke überprüft. Diese Studie wurde mittlerweile von einer deutschen Agrarbiologin, die ihre Doktor-Arbeit bezüglich einer eigens durchgeführten Untersuchung schrieb, bestätigt.
Der Einsatz von Thymian, Primelwurzel- als auch Pestwurzextrakt erbrachten am Institut für Angewandte Botanik der Universität Wien ebenfalls eindeutige positive Ergebnisse. Lungendruck als auch Atemwegswiderstand konnten deutlich verbessert werden, zähe Sekrete konnten unter Gabe dieser Kräuter besser gelöst werden und abtransportiert werden. Insbesondere bei Studien mit Nutztieren waren oft Kräuterzusätze sogar antibiotischen Mitteln überlegen, insbesondere Darmerkrankungen konnten deutlich besser kuriert werden. Starke antibakterielle Wirkungen konnten durch Thymian und Oregano erzielt werden.
Der falsche Schluß wäre jedoch, seinem Pferd wahllos Kräuter in möglichst hoher Menge zu verabreichen. Nicht alle Kräuter eignen sich für Dauerfütterung, andere wirken erst bei längerer Fütterung. So z. B. kann Thymian in zu hoher und zu langer Dosierung durchaus schädigend auf die Leber wirken.